Grüne mit Förster in der Kinderstube der Eichen

Beitrag von Ulrike Morschheuser

Jeder kleine Eichensprössling möchte einmal ein großer, stattlicher Baum werden. Doch sein Weg dahin ist schwer. Beim Kampf im Unterholz um Licht, Luft und Wasser setzen sich nur die Stärksten durch. Wie gut, dass die kleinen Eichen Unterstützung von ganz jungen und älteren Waldfreundinnen und Waldfreunden bekommen. Auf Initiative des Heilbronner Forstamts übernehmen Großeltern mit ihren Enkelkindern unter dem Motto „Eichen für die Enkel“ eine Art Patenschaft für junge Eichen in einem bestimmten Gebiet des Stadtwaldes und helfen so mit, dass der Wald sich verjüngen kann.

Mit solchen Informationen und spannenden Details über den Heilbronner Stadtwald berichtete bei einer Waldbegehung außerhalb seiner Arbeitszeit Forstamtsleiter Immanuel Schmutz interessierten Grünen aus dem Ortsverband Heilbronn.

Unter anderem erfuhren sie, dass auch die zwölf Mitarbeiter*innen der Abteilung Forst- und Landwirtschaft bei der Stadt Heilbronn die Unterstützung Ehrenamtlicher gerne annehmen. Schließlich sind sie für die Bewirtschaftung und Pflege von insgesamt 1100 ha Wald verantwortlich.

Vielfalt und Mischung sind die wichtigsten Voraussetzungen, um den Wald zu erhalten, ist eine Erkenntnis, die die Gruppe mitgenommen hat. Insgesamt 50 Baumarten wachsen in den Heilbronner Wäldern. Wobei einige durch die veränderten klimatischen Bedingungen erheblich unter Druck geraten.

Vor allem den Fichten setzte die Trockenheit in den letzten Sommern zu.  In einigen Jahren werden sie, die heute noch 8 Prozent des Baumbestandes ausmachen, komplett aus den Heilbronner Wäldern verschwunden sein. Aber auch Buchen leiden unter der Trockenheit. Wer aufmerksam durch den Wald geht, sieht nicht selten abgestorbene Exemplare.

Pilze und Schädlinge machen anderen Baumarten zu schaffen. Zum Beispiel kann das „Eschentriebsterben“ durch menschliches Handeln nicht aufgehalten werden, weil die Sporen des Pilzes, der dafür verantwortlich ist, überall in der Luft vorhanden sind. Auch Eschen, die heute noch 11 Prozent der Bäume im Stadtwald ausmachen, werden bald fehlen und damit auch ein ganzer Mikrokosmos, der von dieser Baumart abhängig ist.

Forstexperten versuchen nun als Ergänzung andere Baumarten wie Libanon-Zeder, Türkische Baumhasel, Tulpenbaum oder Schwarzkiefer anzusiedeln, die resistenter gegen Trockenheit sind. Die Anpassung an den Klimawandel wird das Bild unseres Waldes verändern. Seine extrem wichtige Rolle beim Erhalt von Lebensräumen und Artenvielfalt, als Wasserreservoir und Luftfilter wird aber noch zunehmen.

Deshalb ist es umso wichtiger, dass Menschen die Bedeutung des Waldes kennen. Die Waldpädagogik bietet die Möglichkeit, dass Kinder und Jugendliche den Wald erleben und erfahren und - im besten Falle gemeinsam mit ihren Großeltern -Verantwortung für die Zukunft des Waldes übernehmen.

 

Vorstand neu gewählt!

Am 20. November 2019 wählte die Mitgliederversammlung des Heilbronner Ortsverbandes ihren Vorstand für die kommenden zwei Jahre neu.

Wiedergewählt wurden Susanne Bay, Holger Kimmerle und Eva Luderer (alle drei auch für die Fraktion im Gemeinderat vertreten).

Aus dem erweiterten Vorstand neu in den Vorstand gewählt wurde Sibylle Hoehne.

Ganz neu in den Vorstand gewählt wurde unser Sontheimer Bezirksbeirat Ferdi Filiz.

Die Aufgaben als Kassier wird zukünftig Holger Kimmerle übernehmen, nachdem unsere ewige Kassiererin Anneliese Fleischmann-Stroh bereits vor längerer Zeit ihren Rückzug ankündigte und nun nicht mehr zur Wahl antrat. Wir danken für ihr großes jahrzehntelanges Engagement in unserer Partei.

Als erweiterter Vorstand werden Jürgen Gärtner (BBR Horkheim), Ingeborg Jähne, Simon Spenrath und Isabell Steidel  den Vorstand unterstützen. Auch hier danken wir herzlich den Ausscheidenden (Steven Häusinger, Björn Münchberg, Sabine Schäffer-Henoch, Wolf Theilacker) für ihr Engagement der letzten Jahre. 

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