Mehr Manpower für unseren Stadtwald

Statement zum Heilbronner Stadtwald im Klimawandel

von Stadtrat Steven Häusinger

Der Klimawandel trifft auch den Heilbronner Stadtwald in voller Härte. Unser Wald ist schwerkrank. Weil uns GRÜNEN der Wald am Herzen liegt, hat unsere Fraktionsvorsitzende Susanne Bay am 21.8.2019 in einem Antrag die Stadtverwaltung um einen Bericht zum Zustand des Stadtwaldes gebeten. Wie geht die Forstverwaltung mit den Herausforderungen um? Welche Personalausstattung steht ihr zur Verfügung?

Die Heilbronner Stadtverwaltung hat daraufhin dem Gemeinderat einen Schadensbericht Stadtwald 2019 und eine Zukunftsstrategie (Drucksache 337) als Memorandum auf 27 Seiten vorgelegt. Die Lage ist dramatisch: Esche und Fichte drohen ganz abzusterben. Für das Nachpflanzen fehlt es an Arbeitskräften. Nicht einmal das Schadholz kann rechtzeitig abgeräumt werden.

Die große Frage ist, wie erreichen wir effizient den Schaden zu begrenzen und möglichst zu beheben. Dazu wird es in den kommenden Jahren erhöhten Personaleinsatz geben müssen, um abgestorbene oder kranke Bäume zu entfernen und neue, resistentere Baumarten neu zu pflanzen. Und es wird wichtiger werden, die Kinder und Jugend an die lebenswichtige Schutzfunktion des Waldes durch professionelle Waldpädagogen heranzuführen.

Der Vorschlag der Stadtverwaltung, noch ein Jahr zu warten und dann erst eine zusätzliche Forstwirt-Stelle mit 50% Waldarbeit und 50% Waldpädagogik zu schaffen, war unserer GRÜNEN-Fraktion zu wenig. In der Klimakrise müssen wir uns engagierter und klarer für den Wald einsetzen.

Wir GRÜNEN beantragten deshalb eine volle Personalstelle Forstwirt*in ab sofort und zusätzlich eine halbe Stelle Waldpädagogik. Beschlossen wurde leider nur eine halbe Stelle Forstwirt*in ab 2020, also ein Jahr früher als die Verwaltungsspitze dies wollte. Ebenfalls beschlossen wurde die halbe Stelle Waldpädagogik.

Das ist uns zu wenig! Wir brauchen mehr künftig Manpower für unseren Stadtwald. Eine halbe Stelle mehr hätte uns unser Wald wert sein müssen! Wir werden uns weiter für unseren Wald und seine lebenswichtige Gesundheitsfunktion einsetzen. Unterstützen Sie uns dabei!