Neue Böckinger Mitte
Stadtzeitung 2008
?Neue Böckinger Mitte?-
eine leere Worthülse
Die Bezeichnung ?Neue Böckinger Mitte? für die städtebaulichen Ziele am Sonnenbrunnen ist eine gefährliche Worthülse. Sie suggeriert, es könnte gelingen für Böckingen-Süd und Böckingen-Nord ein gemeinsames Zentrum für Einzelhandel und weitere Dienstleistungen zu entwickeln.
Unser größter Stadtteil aber braucht zwei Mitten, die es zu schützen und weiter zu entwickeln gilt, davon sind wir GRÜNEN überzeugt.
Diese Zentren müssen zu Fuß, mit dem Fahrrad und auch mit dem Auto gut erreichbar und in die gewachsenen Strukturen eingebunden sein.
In Alt-Böckingen kommt dafür nur das Gelände um die Feuerwehr an der Hohlstraße in Frage. Die Stadt muss hier weiter Grunderwerb tätigen und planerisch initiativ werden.
Auch in Böckingen-Nord gilt es den gut erreichbaren kleinflächigen Einzelhandel einschließlich Ladenhandwerk insbesondere auf der Schanz in seiner Existenz zu sichern.
Großflächiger Einzelhandel und Dienstleistungen am Sonnenbrunnen drohen jedoch die lebendigen Mitten der beiden Böckingen zu gefährden.
Die seit fast einem Jahrzehnt abnehmende Einwohnerzahl Böckingens ist ein Alarmzeichen. Dem zunehmenden Zerfall der Bausubstanz, Leerständen und prekären Mietverhältnissen vor allem in der nördlichen Klingenberger-, aber auch in der Ludwigsburger Straße, stehen wenige gelungene Sanierungsobjekte gegenüber.
Die lohnende Sanierung der schönen Backsteingebäude in Alt-Böckingen ist teuer und kann nur mit finanzieller Unterstützung gelingen. Deshalb muss auch der nördliche Teil Sanierungsgebiet werden.
Unser GRÜNER Haushaltsantrag für einen städtebaulichen Masterplan Alt-Böckingen wurde leider von der Gemeinderatsmehrheit abgelehnt.
Karl-Heinz Kimmerle
Fraktionsvorsitzender
Aktuelles in Heilbronn
Uwe Ahrens
Bündnis 90 / DIE GRÜNEN
Beitrag Stadtzeitung, Nr. 23 /2006
Das Laubenganghaus muss erhalten bleiben!
Was würden sie sagen, wenn ein Baudenkmal der Stadt einfach so abgerissen werden soll ?
Mit Sicherheit wären sie dagegen. Erst recht sind es die Bewohner dieses Hauses, in dem sie günstig zur Miete wohnen und zum Teil seit Jahren eine Hausgemeinschaft bilden.
Es geht hier um das so genannte Laubenganghaus in der Kronacher Straße, nahe von Handelhof in der Bahnhofsvorstadt. Dieses Haus wurde in den Jahren 1930/31 im Bauhausstil im Jahr1930731 erbaut und ist von seiner Bauart für Heilbronn einmalig.
Das Haus gehört der Stadt, die es aber seit der letzten Modernisierung im Jahr 1981 systematisch verwahrlosen lässt um es jetzt problemlos abreißen zu können. In einer Stadt, die nach den verheerenden Zerstörungen am Ende des Krieges an Baudenkmälern arm ist, wäre es allerdings Aufgabe der Stadt solche Häuser zu erhalten.
Die Ausstattung ist einfach, es fehlen Bäder und auch die Isolation ist mehr schlecht als recht. Bewohnt wird es von Menschen, die sich kaum eine teure Wohnung leisten können
Es ist klar, das sich diese Menschen keine teueren Renovierungen leisten können.
Seit Jahen bemühen sich der Mieterbund , der ?Arbeitskreis Wohnen? der Heilbronner Lokalen Agenda 21 und auch wir GRÜNEN um den Erhalt das Hauses. Das alles scheint vergebens zu sein. Den 30 Mietern ist teilweise schon gekündigt worden, ein Teil der Wohnungen ist bereits geräumt und die restlichen Mieterter sollen über die stadt verstreut Das Obdachlosen, A AS ein Untern Der weitere Ausbau der Stadtbahn nach Öhringen ist ein voller Erfolg.
Öhringer kommen jetzt zusätzlich nach Heilbronn, um hier einzukaufen oder auch ?nur? zu bummeln. Auf Stadtfesten in Öhringen trifft man im Gegenzug viele Heilbronner.
Durch die Stadtbahn kann auf den Straßenausbau über den Weinsberger Sattel kann verzichtet werden.
Für viele Jahre kann der Verkehrzuwachs durch die Stadtbahn aufgefangen werden. Das bescheinigen uns die Gutachter.
Alles große Erfolge, aber warum geht es jetzt nicht weiter?
Der dringend notwendige Ausbau Richtung Norden über Neckarsulm nach Mosbach oder Bad Rappenau ist immer noch nicht beschlossen.
Die Fertigstellung war für 2008 geplant. Bisher sind keine Bautrupps in Sicht. Die endgültige Streckenführung in Heilbronn ist noch nicht ?unter Dach und Fach?.
Die Entscheidung wird von der Verwaltung jetzt weiter auf nach den Sommerferien verschoben.
Das ist für uns GRÜNE nicht akzeptabel.
Mit jeder Verzögerung wird es schwieriger die notwendige finanzielle Unterstützung zu erhalten. ?Stuttgart 21?, das fast täglich teuer wird, gräbt uns das Wasser ab und die für den Betrieb notwendigen Regionalisierungsmittel werden weiter gekürzt.
Obwohl die Zabergäu-Strecke einen guten Kosten-Nutzenfaktor hat, wird sie auf Eis gelegt. Wenn wir uns nicht beeilen, kann das auch mit der Strecke Richtung Norden passieren und das wäre ein Desaster.
Wir GRÜNEn setzen uns dafür ein, dass endlich die notwendigen Entscheidungen getroffen werden und das Erfolgsmodell Stadtbahn seine Fortsetzung hat. Wir akzeptieren deshalb keine weiteren Verzögerungen mehr.
Uwe Ahrens, Stadtrat
Bündnis 90 / DIEGRÜNEN